Glücksspiel soll Unterhaltung bleiben
Ein Casinobesuch kann Spass machen, birgt aber auch Risiken. Für die meisten Menschen bleibt das Spiel eine Freizeitbeschäftigung, für einen kleinen Teil wird es zum Problem. casinorank.org empfiehlt ausschliesslich von der ESBK konzessionierte Schweizer Casinos, weil diese gesetzlich zu wirksamem Spielerschutz verpflichtet sind. Der wichtigste Schutz bleibt jedoch Ihr eigenes Verhalten: ein festes Budget, klare Zeitgrenzen und die Regel, Verlusten nie hinterherzujagen.
Warnsignale erkennen
Problematisches Spielverhalten entwickelt sich oft schleichend. Achten Sie auf diese Anzeichen bei sich selbst oder im Umfeld:
- Sie spielen mit Geld, das für andere Zwecke vorgesehen war.
- Sie versuchen, Verluste durch höhere Einsätze zurückzugewinnen.
- Das Spielen verdrängt Arbeit, Schlaf oder soziale Kontakte.
- Sie verheimlichen den Umfang Ihres Spielens vor nahestehenden Personen.
- Der Gedanke ans Spielen lässt Sie auch ausserhalb des Casinos nicht los.
- Sie leihen sich Geld oder verkaufen Wertgegenstände, um weiterspielen zu können.
- Versuche, das Spielen einzuschränken oder ganz aufzuhören, misslingen wiederholt.
Einzahlungs- und Verlustlimits, Spielpausen
Jedes konzessionierte Casino ist gesetzlich verpflichtet, Ihnen Werkzeuge zur Selbstkontrolle im Spielerkonto anzubieten. Diese Grenzen wirken sofort und lassen sich jederzeit verschärfen, eine Lockerung greift dagegen erst nach einer Wartefrist. So schützt Sie eine im Affekt gesetzte Grenze auch am nächsten Tag noch vor sich selbst.
Welche Limits Sie individuell setzen können
Ein Einzahlungslimit deckelt, wie viel Geld pro Tag, Woche oder Monat auf Ihr Spielerkonto fliessen darf. Ein Verlustlimit setzt stattdessen eine Obergrenze für den Nettoverlust im selben Zeitraum, unabhängig davon, wie oft Sie einzahlen. Zeit- und Sitzungslimits ergänzen beides mit Erinnerungen oder einem automatischen Ende der Spielsitzung nach einer festgelegten Dauer.
Die Spielpause als Zwischenschritt
Wer nicht gleich zur Selbstsperre greifen möchte, kann eine befristete Spielpause aktivieren: Das Konto wird für einen selbst gewählten Zeitraum stillgelegt, danach steht es automatisch wieder zur Verfügung. Anders als die Selbstsperre erfordert die Spielpause keinen Antrag zur Aufhebung und keinen Eintrag ins zentrale Register, eignet sich also gut als niederschwelliger erster Schritt.
Die schweizweite Selbstsperre Schritt für Schritt
Das wirksamste Instrument ist die Spielsperre nach Geldspielgesetz. Sie gilt schweizweit bei sämtlichen konzessionierten Anbietern gleichzeitig, online wie in der Spielbank vor Ort, seit dem 7. Januar 2025 im Rahmen eines Staatsvertrags auch im Fürstentum Liechtenstein.
Schritt 1: Antrag stellen
Sie beantragen die Sperre persönlich mit Ausweis in einer Spielbank vor Ort oder schriftlich per Antragsformular mit Ausweiskopie. Ein Gesuch bei einem einzigen konzessionierten Casino genügt.
Schritt 2: Eintrag ins zentrale Register
Die Spielbank trägt Sie in ein zentrales Register ein, das von allen Schweizer Geldspielveranstaltern gemeinsam geführt wird. Über dieses Register erfahren automatisch auch alle übrigen konzessionierten Casinos von Ihrer Sperre, ein separates Gesuch pro Anbieter ist nicht nötig.
Schritt 3: Die Sperre wirkt sofort und überall
Ab dem Eintrag können Sie sich bei keinem konzessionierten Online Casino und keiner Schweizer Spielbank mehr anmelden oder ein neues Konto eröffnen. Bestehende Spielerkonten werden gesperrt, bereits einbezahlte Guthaben werden Ihnen ausbezahlt.
Schritt 4: Aufhebung nur auf Antrag bei der ursprünglichen Spielbank
Eine freiwillige Sperre lässt sich frühestens drei Monate nach der Eintragung aufheben, und zwar ausschliesslich mit einem schriftlichen Antrag bei der Spielbank, die die Sperre verhängt hat. Die ESBK selbst nimmt keine Aufhebungsanträge entgegen und kann Sperren nicht aufheben, das bleibt Aufgabe des jeweiligen Casinos.
Hilfsangebote bei problematischem Spielverhalten
Wenn Sie das Gefühl haben, die Kontrolle zu verlieren, sei es bei sich selbst oder bei einer nahestehenden Person, holen Sie sich Unterstützung. Die folgenden Anlaufstellen sind kostenlos und vertraulich:
| Angebot | Kontakt | Was Sie erwartet |
|---|---|---|
| SOS Spielsucht | 0800 040 080 · sos-spielsucht.ch | Kostenlose, anonyme Beratung schweizweit, telefonisch und online, seit 2022 unter einer einzigen nationalen Nummer |
| Kantonale Suchtberatungsstellen | über die Website Ihres Kantons oder vermittelt via sos-spielsucht.ch | Persönliche Beratung vor Ort, oft auch für Angehörige, teils gemeinsam mit dem interkantonalen Programm «Spielen ohne Sucht» |
| Selbsthilfegruppen | z. B. anonyme-spieler.org, Übersicht bei selbsthilfeschweiz.ch | Regelmässiger Austausch mit Betroffenen in der Gruppe, meist kostenlos und anonym |
Auch im eigenen Spielerkonto lassen sich Limits jederzeit verschärfen oder eine Selbstsperre direkt beantragen, ganz ohne Umweg über die Redaktion. Fragen zu unseren Inhalten erreichen Sie über Kontakt.
Schutz von Minderjährigen
Glücksspiel ist in der Schweiz erst ab 18 Jahren erlaubt. Konzessionierte Casinos prüfen das Alter bei der Registrierung. Wenn Minderjährige in Ihrem Haushalt Zugang zu Geräten haben, empfiehlt sich zusätzlich eine Jugendschutz-Software, die Glücksspielseiten blockiert.
